rodenstein-fonds


Heinrich-Rodenstein-Fonds

Politische Verfolgungen, Vertreibungen und Flucht, Naturkatastrophen und Armut, die täglichen Meldungen reißen nicht ab. Immer sind es auch Kinder und ihre Lehrerinnen und Lehrer, sind es engagierte Gewerkschaftskolleginnen und -kollegen, die betroffen sind. Über den Heinrich-Rodenstein-Fonds organisiert die GEW seit vielen Jahren Hilfe für Kolleginnen und Kollegen, die wegen ihrer politischen oder gewerkschaftlichen Aktivitäten verfolgt werden und solche, die aufgrund politischer und Naturkatastrophen in Not geraten.

Spendenhilfe ist weit mehr als finanzielle Hilfe. Das Gefühl, in existenzieller Not nicht allein gelassen zu sein, ist oft wichtiger als der finanzielle Beitrag. In den vergangenen Jahren wurden bei der Verwendung der eingegangenen Spenden einige Schwerpunkte gesetzt.:

  • Fortsetzung der kollegialen Hilfe für Opfer des Sturmes "Mitch" und neuerer Erdbeben in Nicaragua,
  • kontinuierliche Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen beim Aufbau von Wohnungen und Schulen in Erdbebengebieten der Türkei;
  • Unterstützung von Familien ermordeter Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Kolumbien und Guatemala
  • Überlebenshilfe einschließlich Ausbildungskosten für die Kinder von inhaftierten Kolleginnen und Kollegen in den kurdischen Regionen der Türkei.

Namenspatron des GEW-Fonds zur Unterstützung von Kolleginnenund Kollegen in politischer Not ist der 1945 aus der Emigration zurückgekehrte und spätere GEW-Vorsitzende Heinrich Rodenstein.

Das Foto zeigt ihn 1968 bei einer Baumpflanzung in Israel.

Türkei
Ein besonders schönes Dokument hat unser Bremer Kollege Bodo Bilinski mit Kindern von fünf Primarschulen erstellt: "Eine Schule für die Kinder von Degirmendere", eine Hilfsaktion nach dem Erdbeben in der Türkei, die auch mit HRF-Spenden unterstützt wurde.

Darin schreibt der 14-jährige Direk Kasikci:

"Ihr Menschen, die ihr helft: Ohne euch würde das Leben noch trauriger und hoffnungsloser sein. Ich selbst habe vier Monate lang unter diesen schweren Bedingungen in einem Zelt gelebt. Ich habe den Regen und Die Kälte gespürt. Ich kenne die Verzweiflung. Zehn Menschen aus meiner Familie wurden getötet. Zwei Wochen musste ich im freien im Regen schlafen.

Ich bitte euch, lasst eure Hilfe nicht versiegen. Denkt an die Menschen und deren Lage! Denkt an die Kinder, die in einem Blechcontainer unterrichtet werden, denkt auch an die Hoffnungslosigkeit, die durch eure Hilfe in neue Hoffnung verwandelt werden kann!"

Nicaragua
"Ohne eure Hilfe würde unsere Gewerkschaft nicht dort stehen, wo wir heute sind." Mit eindrucksvollen Worten und ganz ohne Pathos beschrieb Vorstandskollege Roger Benito seine Situation und die vieler Kolleginnen und Kollegen der GEW-Partnergewerkschaft CGTEN-ANDEN in Nicaragua bei einem GEW-Besuch im Sommer 2006. Mehr als zwölf Jahre dauerte der politische und juristische Prozess bis die letzten zwölf ANDEN-Aktivisten, die nach Streikaktionen entlassen worden waren, komplett rehabilitieret waren und wieder in ihren Schulen arbeiten und Gehalt beziehen konnten.


"Bildung ist ein Recht und keine Ware" - mit ihren Spenden untersü�tzen GEW-Mitglieder u.a. die Arbeit dieser Kolleinnen aus Juigalpa/Nicaragua.

Es war der Versuch der früheren Regierung, die ungeliebte Gewerkschaft von oben her zu zerschlagen. Dass die Kollegen durchhalten konnten, lag auch an der kontinuierlichen Unterstützung durch die GEW und den Spendengeldern des Heinrich-Rodenstein-Fonds.

Kenia
"Die Regenfälle der vergangenen Wochen (Oktober 2006) haben die Lehmpfade im Slum von Mathare in Schlammtröge verwandelt. Henry Karani, der hier im Osten von Nairobi eine Schule für Straßenkinder, AIDS-Waisen und andere Chancenlose in der kenianischen Gesellschaft aufgebaut hat, zieht die Stirn kraus. "Wenn es so schüttet wie in der letzen Zeit, dann müssen wir den Unterricht ständig unterbrechen." Durch das verbogene Wellblech, das die wenigen Quadratmeter großen Klassenzimmer bedeckt, tropft das Wasser nicht, es fließt. Außerdem trommelt der Regen so laut auf das Eisen, dass man sein eigenes Wort kaum versteht.

20 000 Kenianische Schillinge, rund 200 Euro, sind von Deutschland aus auf dem Schulkonto gelandet. "Damit konnten wir endlich die ausstehnde Miete zahlen." Ein Förderer aus Nairobi hat der Schule außerdem mehrere Säcke Bohnen und Maismehl geschenkt, damit ist das Mittagessen der 230 Schüler für die kommenden Monate gesichert."

Angst hatte Karani Anfang November 2006: Da bekriegten sich kriminelle Gangs, die den Slum unter ihrer Kontrolle haben. Tausende flohen und leben bis heute in Notunterkünften. "Einem unserer Lehrer haben sie das Haus angezündet, aber er konnte rechtzeitig fliehen." Die Familie hat der Lehrer bei Verwandten untergebracht. In solchen Gangs landen die Kinder, wenn sie nicht zur Schule gehen. Für Weihnachten hat Karani eine Feier mit Kindern und Eltern geplant. Derzeit versucht er noch, von Geschäftsleuten oder Spendern Geschenke zu bekommen. "Nützliche Sachen wie Decken, Stiefel oder überhaupt Schuhe." Die wenigsten Kinder können sich zu Hause auf Geschenke freuen.

Jede einmalige Spende, jeder kleine Dauerauftrag hilft Kolleginnen und Kollegen in Not. Jeder gespendete Euro kommt zu 100% bei den Betroffenen an. Organisation und Verwaltung sind Sache des GEW-Hauptvorstandes.

Auf der GEW-Website

http://www.gew.de/Heinrich_Rodenstein_Fonds.html

 

wird regelmäßig berichtet, wofür das Geld ausgegeben wird.

Auch unter dem Button "Wem wir wie helfen" wird auf der GEW-Homepage berichtet.

http:www.gew.de/wem_wir_wie_helfen.html


Spenden an den Heinrich-Rodenstein-Fonds sind steuerlich abzugsfähig. Deshalb bitte bei Überweisungen den Absender angeben.

Heinrich-Rodenstein-Fonds
Konto 1 707 247 700
SANTANDER Bank
BLZ 500 101 11

 

 

 

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